Anleitung: Sitzkissen mit Thermovlies zum Falten nähen

Egal ob für die Parkbank, den Biergarten, Picknick oder das Freilichttheater – ein gut transportables Sitzkissen kann man immer gebrauchen. Wir haben uns für Euch etwas Tolles einfallen lassen, nicht etwa ein ganz normales Sitzkissen, sondern ein Kissen, das zusammengeklappt und mit Henkeln getragen werden kann. Zusätzlich gibt es an der Unterseite ein Fach, in der eine Zeitung ihren Platz findet. Gefüllt mit Thermovlies und Schaumstoffpolster, ist es nicht nur sehr schön gepolstert, sondern hält auch noch die Kälte zurück.

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Größe:
40 cm Ø

Über Thermovlies: Thermovlies ist eine temperaturisolierende Vlieseinlage und besteht aus einem ca. 1 cm dicken Polyester-Vlies, das mit einer lebensmittelechten Folie kaschiert wurde. Es bietet Schutz vor Kälte oder Wärme und ist ideal für Kühltaschen, Lunchbags, Flaschenwärmer/-kühler, Picknickdecken oder Sitzkissen. Durch die wasserdichte Folie schützt das Vlies auch empfindliche Gegenstände. Auch als perfekter Winterschutz für Ihre Kübel- oder Freilandpflanzen einsetzbar! 
 

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Sitzkissen zuschneiden

Für ein Kissen mit geteilter Oberseite

Aus dem Baumwollstoff mit Tüpfchen:

1x Kreis mit 44 cm Ø für die Kissenhüllen-Unterseite

2x Rechteck 30 cm breit  x 15 cm lang für die Tragegriffe

 

Aus den drei Baumwollstoffen mit den Retro-Blüten, Blättern und den Retro-Ecken:

je 1x Kreisviertel nach Schnittmuster

 

Aus dem Baumwollstoff mit Streifen:

1x Kreisviertel nach Schnittmuster

1x Zeitungsfach 15 cm breit x 29 cm lang

 

Aus dem Thermovlies:

1 x Kreis 40 cm Ø

 

Alle Nahtzugaben sind bereits enthalten!

 

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Sitzkissen: Oberseite vorbereiten

Unser Sitzkissen wird pro Seite aus vier Kreisvierteln zusammengesetzt. Ordnet Euch die Stoffteile so an, wie es Euch am besten gefällt. Legt jeweils zwei rechts auf rechts aufeinander und näht sie an einer geraden Kante mit 1 cm Nahtzugabe zu einem Halbkreis zusammen. Die Nahtzugaben könnt Ihr direkt auseinanderbügeln.

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Im nächsten Schritt legt Ihr die beiden Halbkreise rechts auf rechts aufeinander und näht sie wieder mit einer Nahtzugabe von 1 cm zu einem ganzen Kreis zusammen.

Wichtig: Achtet unbedingt darauf, dass die Nähte aus dem vorhergehenden Schritt exakt aufeinander treffen. Auch hier bügelt Ihr natürlich gleich die Nahtzugabe auseinander.

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Nun liegt ein Kreis mit einem Durchmesser von 44 cm vor Euch. Die Oberseite Eures Sitzkissens ist jetzt fertig.

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Damit Ihr Euer Kissen später auch mitnehmen könnt, bekommt es noch zwei Tragegriffe. An diesen bügelt Ihr zunächst die langen Kanten je 1 cm auf die linke Stoffseite um. Dann faltet Ihr sie noch zur Hälfte, dass sie 2 cm breit sind. Die entstandene Bruchkante bügelt Ihr fest.

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Steppt die Tragegriffe rundherum schmalkantig ab.

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Dann positioniert Ihr die Griffe auf der rechten Seite der Kissenoberseite. Legt einen Griff zur Schlaufe. Diesen legt Ihr dann an einer Naht der Viertelkreise mit den kurzen Kanten und einem Abstand von je 3 cm zur Naht an der Außenkante an, die Schlaufe liegt auf dem Kreis, steckt alles fest. Der zweite Tragegriff liegt genau gleich an der gegenüberliegenden Kante. Wenn beide Griffe festgesteckt wurden, fixiert Ihr diese bei ca. 3 mm Kantenabstand mit der Nähmaschine.

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Zeitungsfach vorbereiten

Jetzt ist das Zeitungsfach dran: Dafür bügelt Ihr an den langen Kanten 1 cm Nahtzugabe auf die linke Stoffseite um.

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Im nächsten Schritt legt Ihr das Fach zur Hälfte (rechte Stoffseite innen) und schließt an der kurzen seitlichen Kante die Naht mit 1 cm Nahtzugabe. Diese Nahtzugabe wird auch wieder auseinandergebügelt.

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Dann wendet Ihr das Zeitungsfach und legt es so links auf links zusammen, dass die Naht aus dem vorhergehenden Schritt mittig liegt. Das haben wir hier mit einem rosa Pfeil für Euch markiert. Bügelt die seitlichen Bruchkanten fest.

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Unterseite vorbereiten

Jetzt kann das Zeitungsfach der Kissenunterseite festgenäht werden. Legt dafür den Kreis aus dem Tüpfchenstoff zur Hälfte und dann zum Viertel. Die Eckpunkte der Viertel markiert Ihr mit Stecknadeln.

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Faltet den Kreis wieder auf und legt das Zeitungsfach auf eine Kreishälfte. Das Fach sollte mittig liegen und einen Abstand von ca. 5 cm zur Außenkante des Kreises haben. Seitlich sind die Bruchkanten zu sehen, oben und unten die umgebügelten Kanten. An den umgebügelten Kanten wird das Zeitungsfach auch befestigt. Steckt alles mit Nadeln zusammen.

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Dann näht Ihr das Zeitungsfach an den umgebügelten Kanten schmal auf dem Kreis fest. Links und rechts an den Bruchkanten bleibt offen, so könnt Ihr später eine zusammengerollte Zeitung einfach durchstecken.

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Jetzt können schon Ober- und Unterseite des Kissens zusammengenäht werden. Legt dafür beide Kreise rechts auf rechts aufeinander. Achtet darauf, dass die Viertelmarkierungen genau auf die Nähte treffen und steckt beide Teile zusammen.

Achtung: Das Zeitungsfach muss dabei unbedingt an einer der beiden Seiten liegen, an denen auch die Tragegriffe befestigt sind. Das ist ganz wichtig, da wir später das Kissen mit einer Naht teilen und ansonsten das Zeitungsfach zugesteppt wird.

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Wenn Ihr alles zusammengesteckt habt, legt Ihr die Kissenteile so vor Euch hin, dass Euch die linke Stoffseite der Kissenoberseite anschaut. Die Nähte mit den Tragegriffen liegen seitlich, da, wo oben im Bild die rosa Pfeile hinzeigen.

Unser Kissen wird ja später noch befüllt. Deshalb müsst Ihr beim Zusammennähen noch Öffnungen zum Füllen des Polsters offen lassen. Zeichnet Euch an der Außenseite des Kreises mit einem Abstand von ca. 3 cm zur Teilungsnaht je eine Öffnung von ca. 10 cm an.

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Dann näht Ihr beide Kreise mit 0,5 cm Nahtzugabe zusammen. Nicht vergessen! Die Öffnungen zum Befüllen des Polsters natürlich frei lassen.

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Wendet die Kissenhülle durch eine der beiden Öffnungen und bügelt diese, damit alles schön glatt liegt. Die Nahtzugaben an den Öffnungen schlagt Ihr nach innen um und bügelt diese auch fest. So könnt Ihr später ganz einfach mit einer Handnaht die Öffnungen verschließen.

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So, und jetzt wird das Kissen in zwei Kammern geteilt. Dafür liegt das Kissen wieder mit der Oberseite sichtbar vor Euch, die Griffe liegen wieder seitlich. Und dann sollt Ihr genau in der Längsnaht, die mittig zu sehen ist, beide Stoffteile mit einer geraden Naht verbinden. Damit hierbei nichts verrutscht, steckt Ihr am Besten in diesem Bereich entlang der Naht beide Stoffstücke mit ein paar Nadeln zusammen.

Wichtig: Sollte Eure Kissenoberseite nicht aus Kreisvierteln bestehen, sondern aus einem ganzen Kreis, wird einfach genau mittig längs die Naht mit Stecknadeln markiert.

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Nun könnt Ihr entlang dieser Naht Ober- und Unterseite miteinander verbinden. Näht mit geradem Stich von Außenkante zu Außenkante und versucht möglichst exakt die Naht zu treffen.

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Da wir ja nun zwei Kammern zu befüllen haben, müssen wir natürlich den Schaumstoff- und den Thermovlieskreis teilen. Dafür zeichnet Ihr zunächst mit Schneiderkreide am Schaumstoffkissen die Mitte an. Dann zieht Ihr mit 1 cm Abstand links und rechts daneben auch einen Strich. An diesen zwei Linien entlang schneidet Ihr nachher das Kissen auseinander.

Tipp: Zum Anzeichnen eignet sich besonders gut ein langes Lineal oder ein Rollschneiderlineal.

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Dann schneidet Ihr nach Euren Markierungen quasi einen 2 cm breiten Streifen aus dem Schaumstoffkreis. Das geht am besten mit einem Schaumstoffschneider. Wenn Ihr diesen nicht habt bzw. Euch auch nicht anschaffen wollt, nehmt ein Messer, Schere oder Rollschneider dafür.

Tipp: Um Schaumstoff, Styropor und Moosgummi sauber zu schneiden, eignet sich der Schaumstoffschneider hervorragend. Das Gerät wird mit 4 Batterien à 1,5 V betrieben (nicht enthalten). Der Schneidedraht wird in den Bogen gespannt und erhitzt.

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Das Gleiche macht Ihr mit dem Kreis aus dem Thermovlies, benutzt hier aber statt dem Styroporschneider eine Schere oder einen Rollschneider.

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Damit Schaumstoff und Thermovlies beim Einschieben in die Kammern Eures Sitzkissens nicht verrutschen, klebt Ihr beide Lagen jetzt mit Sprühkleber zusammen. Sprüht jeweils den Schaumstoff und die Vliesseite des Thermovlieses dafür ein, wartet kurz und klebt dann je ein Vlies mit einem Schaumstoff zusammen.

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Dann schiebt Ihr die Schaumstoff-Vliesverbindung in die Kammern des Kissens ein. Achtet dabei darauf, dass die Folienseite an der Kissenunterseite liegt, damit später auch die Kälte keine Chance hat, in das Kissen einzudringen.

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Dann schließt Ihr beide Öffnungen von Hand, z.B. mit einem Matratzenstich. Dabei wird an einer Öffnung ein Label mitgefasst. Die Position bestimmt Ihr selber.

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Und schon ist Euer Kissen fertig und kann direkt zum Einsatz kommen. Näht doch gleich mehrere! Eure Familie und Freunde freuen sich sicher über dieses praktische und bequeme Geschenk, und dann geht es auf zum nächsten Besuch in den Park oder Biergarten.

Tipp: Wer ein Kissen nähen möchte, das keine geteilte Oberseite hat, schneidet sich für diese einfach einen Kreis mit 44 cm Ø aus einem Stoff Eurer Wahl aus. Dies ist dann die einfachere Variante des Kissens, wird aber genauso verarbeitet, nur dass die Schritte 2 und 3 entfallen.


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